Tag 4-6 oder Erbsen für Alle!

Hallo liebe Familien und Freunde,

die letzten Tage waren so entspannt…Da haben wir glatt den Blog vernachlässigt.

Nachdem uns die Hausherren am Sonntag Haus und Hof überließen,  wollte für diesen Moment noch einiges vorbereitet sein.

Am Montag haben wir vor allem ausgeschlafen, eingekauft und gegärtnert.

Apropos Einkaufen: Der “Landhandel” ist ein soo niedlicher Tante Emma Laden. Und es gibt sogar alles was man brauchen könnte 🙂 Ist sogar manchmal kaum teurer als in Österreich.
Außer natürlich das Bier. Wahnsinn! Irre! Stefan hat ab sofort Bierverbot bzw, darf er nur sonntags eines trinken… Eine einzelne Flasche Ålandisches Bier 0.33l kostet sage und schreibe 2,18€ (!!!!). Nein, nicht im Ausschank. Einfach eine Flasche Bier im Supermarkt. IRRE! Aber nachdem ich eh keines trinke, tangiert mich das Bier-Verbot auch nicht 😉

Bier her
Bier her

Heute kamen unsere ersten “eigenen” Gäste. Ein finnisches Paar. Heute auch noch: Gärtnern 🙂

Nun aber zum Titel dieses Blogeintrages: Das Erbsendilemma. Nachdem meine Mutter den Tipp gegeben hatte, man möge die Erbsen einweichen (über Nacht) vorm Einsetzen, damit das keimen schneller geht (Danke Mama!), habe ich genau das getan.
Doch wer lesen kann ist klar im Vorteil: Das “Big Pack” enthält nämlich 10 Meter Erbsen. Hab ich aber ignoriert und natürlich alle Erbsen eingeweicht. Was eine kleine Schüssel voll war. Aber nachdem sie einmal eingeweicht waren, konnte ich sie natürlich nicht wieder trocknen…also rein in die Erde damit.
So haben wir praktisch Sonntag und Montag nix anderes gemacht, als Beete für die Erbsen zu schaffen… Wo man auch schaut stehen jetzt Erbsen. Hier auch ein Foto von den fertigen Beeten…
Wer immer uns also besuchen kommt. Ich hoffe, ihr habt nichts gegen Erbsen. Es wird sie in allen erdenklichen Varianten geben 😉

Stefan beim gärtnern
Stefan beim gärtnern

Dazwischen wurde immer eine Reihe Spinat gesäht. Davon wird es also auch in rauen Mengen geben. Ist ja auch gesund. 🙂
Außerdem noch ein paar Reihen Mangold… Und wenige Pastinaken. Die werden nur leider nicht mehr erntereif sein, bevor wir fahren, schätze ich,  aber da hilft nur probieren…

Desweiteren  haben wir ein Beet mit Gurken…Da bin ich auch sehr gespannt… Der Salat keimt bereits und wir dann die kommenden Tage pikiert. Die Erdbeeren blühen gerade erst (da merkt man dann den Unterschied im Breitengrad so richtig) und wurden mühsam aus ihrer Unkrautumklammerung befreit.

Beet, Beet, Kompost, Gewächshaus, Lillstuga
Beet, Beet, Beet, Kompost, Gewächshaus, Lillstuga

Außer dem Garten: Sybil auf Erkundungstour:
Nachdem die ersten Versuche ergeben haben, dass die Dame des Hauses viel zu ängstlich ist um weg zu laufen, darf sie nun nach Belieben den Garten erkunden. Was allerdings eher nur geschieht, wenn ich dabei bin. Sehr niedlich war sie gestern Abend: Tür auf, Katze raus, Tür bleibt offen, Marie sitzt auf Bett, Katze kommt, springt aufs Bett, “Miau”, Marie steht natürlich auf, geht mit der Katze nach draußen und setzt sich dort auf die Treppe. Dann blieb Sybil auch länger draußen und hat sich in Ruhe umgeschaut. Gestern hat sie das erste Mal echtes Gras geknabbert. Und sie genießt schon regelmäßig die Aussicht vom Treppenabsatz. Phase 2 wird dann sein: Die Katzenklappe benutzen. Aber davon sind wir noch weit entfernt.
Ich hoffe, dass sie allein für diese Erfahrung der lange Transport gelohnt hat. Aber sie sah schon sehr interessiert aus. Bin gespannt, wie lange sie für ihre erste Maus braucht 😉

Sybil im Gras
Sybil im Gras

Last, but definetly not least: Die Hängematte!!!
Endlich haben wir Zeit gefunden, ein paar Taue aus dem Schuppen zu kramen und sie mit den einzigen Schiffsknoten anzubringen, die ich kenne 😉 Fazit: Es liegt sich sehr bequem, wenn auch genau auf Hundenasenhöhe. Wobei das für die Hunde kein Nachteil ist 😉
Wir lieben die Hängematte jetzt schon! Perfekt wäre natürlich, wenn 2 Personen darin Platz fänden, aber wir wollen mal nicht so anspruchsvoll sein…

Hängematte gut gefüllt
Hängematte gut gefüllt

Morgen steht die erste große Fahrt nach Mariehamn an… Inklusive Shopping-Tour 🙂 Wir berichten!

Marie

Tag 3 – Vom Garten auf den Tisch

Und wieder ein Tag auf Hasslebo vergangen!

Noch wird uns nicht langweilig – weder beim “Tagesgeschäft” noch bei der Suche nach Inhalten für den Blog. Mal sehen wie lange wir es durchhalten mit dem täglichen Bericht – aber vorerst – Vollgas!

Heute war ein richtiger Gartentag. Neben der Pflege unseres renovierten Gewächshauses mit den 24 Tomatenpflanzen drin haben wir ein neues Beet angelegt (ca. 1,5 x 4m) – d.h. vor allem erstmal vom wilden Grünwuchs befreit und mit einer neuen Humusschicht ausgestattet. Außerdem haben wir nun einen neuen Komposthaufen. Beides im nachfolgenden Bild zu sehen – Kompost links – Beet rechts.

Komposthaufen und Beet
Komposthaufen und Beet

Material für den Kompost gab es natürlich zur Genüge – perfekt ist vor allem die Pferde- und Eselherde des Nachbarn, der uns scheinbar in unbegrenzter Quantität mit hochwertigem Dünger (in Form von Pferdemist) ausstatten kann – da lacht das Gärtnerherz, gerade weil man aufgrund der Nähe das ganze ohne Probleme einfach mit dem Schubkarren rüberfahren kann. Der Kompost wird also sicher gelingen!

Neben der Kompost- und Beetanlage haben wir uns mit Kora zusammen auf Entdeckungstour gemacht. Nachdem seit fast einem Jahr hier im Garten nichts aktiv gemacht wurde ist auf den ersten Blick ein rechter Dschungel entstanden. Trotzdem fanden sich bei genauem Hinschauen erstaunlich viele “Schätze” im Dickicht. Unter anderem Pastinaken, Topinambur und Meerrettich (für unsere Österreicher: Kren) und sogar grüner Spargel. Zwiebeln, Kartoffeln und diverse Kräuter finden sich sowieso quasi an jeder Ecke und hinter jedem Grasbüschel, auf dem Mittagstisch ist also auch jetzt schon einiges geboten aus dem eigenen Garten – vor allem allerdings Rhabarber, daraus wird derzeit neben Mus auch jede Art von Kuchen gemacht die uns so einfällt 🙂

Rhabarber
Rhabarber

Und am Kochen sind wir ohnehin quasi ständig. Bei derzeit noch 5 Personen die versorgt werden wollen – und alle haben (begründeterweise) einen ordentlichen Appetit – sind das immer ganz ordentliche Mengen. Gerade ist die Gemüselasagne im Ofen für die 3 Leute parallel Gemüse geschnibbelt haben. Hier das entsprechende Beweisfoto bzgl. logistischer Herausforderung 🙂

Küchenchef Stefan
Küchenchef Stefan

Und damit – bzw. vor allem weil ich großen Hunger habe und gleich mal rüber schauen werde in die Küche zur Lasagne – wünschen wir euch allen überall im Süden noch einen schönen Abend und viel Spaß beim Lesen.

Übrigens werden bald hier auch die ersten Doku-Videos erscheinen, gefilmt haben wir ja vom ersten Tag an, nun haben wir bald endlich mal Zeit die Clips zu schneiden und hochzuladen – freut euch drauf 😀

Hej då,

Stefan och Marie på Hasslebo

Tag 2 – Inselleben oder DAS MEER

Grueziwohl liebe Blog-Community,

wieder ging die Sonne früher auf als uns Recht gewesen wäre – aber nachdem es jetzt – um 0.16 Uhr Ortszeit – gerade mal so dunkel ist dass man den Mond am Himmel tatsächlich erkennen kann – ist das nichts wirklich überraschendes.

Unser zweiter vollständiger Tag hier auf Kumlinge war schon etwas routinierter als der erste. Das Aufstehen war nicht mehr mit dem AHA-Effekt begleitet “Wow, wir sind da!” sondern gleich mit dem ersten Augenaufschlag war klar dass unser Inselabenteuer nun endgültig begonnen hat.

Heute also etwas mehr Routine. Das hieß wieder Gartenarbeit, Vorbereitungen für die ersten Gäste, die dann auch brav angetrudelt kamen am Nachmittag. Und… und… das Meer!

das Meer
das Meer

JA – genau das meinen wir – auch wenn es an unserer Inselküste eher aussieht wie ein See oder ein etwas gurkenförmig dahindümpelnder Fluss – nein es ist tatsächlich die Ostsee. Mein erster ritueller Schwimmversuch endete in einem peinlichen Platscher da die glitschigen Felsen leider noch glitschiger waren als ohnehin angenommen – aber das Wasser war wunderbar warm 😀

Unseren Hunden hat es natürlich auch gut gefallen – bei den heute doch immerhin 33° in der Sonne (Schatten ca. 28°) wollte sich ohnehin jeder einfach nur abkühlen – da störte auch das Salzwasser nicht wirklich – obwohl hier im Küstenbereich durch die vielen Oberflächengewässer ein recht hoher Süßwassereintrag ist – also fast überall Brackwasserzonen zu finden sind wo die Hunde sogar ihren Durst im Meer stillen können.

Schnupps del mar
Schnupps del mar

Nach erfolgreichem Meerspaziergang mit ausreichend Zeit die Stille und die Natur zu genießen ging es dann wieder zurück zum Anwesen – hier auch noch ein kleines Foto wie unser Reich von Südosten her aussieht – am Nachmittag gegen 16 Uhr aufgenommen. Uns gefallen mittlerweile vor allem die hohen Bäume hinter den Häusern unglaublich gut, da sie eine richtig schöne Einfassung für die sonst große Lichtung bilden. Die Apfelbäume (im Garten rechts neben dem großen Haus) stehen fast alle noch in Blüte, hier sind wir halt etwas später dran als zuhause in Deutschland /Österreich 🙂

Südostansicht Hasslebo
Südostansicht Hasslebo

Nachmittags sitzen wir immer gemeinsam auf der Terrasse und genehmigen uns einen Tee, Kaffee oder auch besondere Köstlichkeiten wie z.B. einen Löwenzahnkaffee (aus gerösteten Löwenzahnwurzeln gekocht) – sehr lecker. Vor solch einer schönen Kulisse ist das ganz besonders nett – und großen zeitlichen Stress haben wir hier sowieso nicht. Das einzige Problem ist nur immer dass es (aufgrund der langen Helligkeit) dann plötzlich halb zwölf Uhr nachts ist…

Tea Time auf Hasslebo
Tea Time auf Hasslebo

Außerdem lernen wir Stück für Stück auch die åländische Küche kennen – heute verwöhnte uns Kora zum Tee mit selbstgemachtem Ålands-Pankaka auf Milchreisbasis mit Sahne und Rhabarbermus – einfach ein Traum. Werden wir auch bald selbst mal versuchen – ebenso wie unser erstes eigenes Brot auf Sauerteigbasis – ist schon vorbereitet und wartet nur noch auf den ersten Einsatz.

Ålands Pankaka
Ålands Pankaka

Und damit verabschiede ich mich für heute weils eigentlich schon wieder morgen ist – naja bei euch zuhause eben noch nicht 😉

Bleibt uns treu ihr lieben Blog-Leser und Leserinnen, wir freuen uns über jeden Kommentar und vermissen euch alle jetzt schon sehr, am liebsten würden wir hier eine riesengroße Sommerparty schmeißen mit euch allen zusammen, mit Lagerfeuer und Mitternachtsschwimmen im Meer – aber so müssen wir das alles wohl (leider) ganz alleine machen… wir werden berichten 😉

Tag 1 – Gartenarbeit… oder wir roden den Urwald

Hallo liebe Blog-Fangemeinde 😉

Heute also das erste Mal…

a) aussschlafen…. herrlich! Die fehlende Dunkelheit hat so gar nicht gestört. Das Vogelgezwitscher dafür umso mehr entspannt… Wahnsinn, wie gut es ist, wenn keine Auto/S-Bahn/Menschen vorbeikommen….

b) Hafergrütze… geschmackssache. Ist wohl noch pimpfähig 🙂

c) Rundes WASA-Knäcke! Yeah! Ohne Worte!

d) Die Katze in die Wiese setzen (angeleint)… Sie rennt sofort wieder ins Haus 😉 Ach ja – unser Haus – die Lillstuga – hier ein Bild

Die Lillstuga
Die Lillstuga

e) Die Tomaten pflanzen: Nachdem wir rund um Ostern unsere liebsten Sorten vom letzten Jahr säten und sie liebevoll auf der Wiener Fensterbank hegten und pflegten (nicht zu vergessen die liebevolle Urlaubsbetreuung unserer Nachbarin, weil wir sooft unterwegs waren) – durften 24 Stück mit auf die Reise in den Norden.
Die Reise haben alle gut überstanden und nun hieß es – Platz finden. Natürlich ist das Gewächshaus der richtige Ort dafür, aber in 9 Monaten Abwesenheit der Eigentümer hat die Natur sich das Gewächshaus zurückerobert. Irre, wie schnell das alles wachsen kann.
Also bewaffneten wir uns mit Hacke, Spaten, Mistgabel und legten los.  Nach mehreren Stunden für wenige Quadratmeter waren wir am Humus angelangt. Sehr guter Boden im Gewächshaus. Kein Wunder, dass sich die Beikräuter dort sehr wohl fühlen!

vorhernachher

Am Morgen/Vormittag war es noch sehr bewölkt, windig, gar regnerisch gewesen. Doch am nachmittag zogen allen Wolken ab, die Sonne strahlte, der Wind legte sich… Was will man mehr… ? Unsere Tomaten finden’s hoffentlich ebenso gut und wachsen jetzt fröhlich weiter. (Nachdem sie teilweise ja schon sehr lang in den Töpfchen waren, haben sie den Platz jetzt auch bitter nötig)…

f) die erste Schlange (bzw. mehrere der selben Gattung) gesichtet… Die  Natur hier ist echt urig!

g) Huch schon so spät??? Wenn Abends um 20:00 die Sonne noch auf nachmittags-Stellung am Himmel steht, spielt die innere Uhr verrückt… Mal schauen, wie sich das einpendelt 😉 Es muss ja schließlich vor lauter Gartenarbeit noch Zeit für den Blog bleiben 🙂

Gute Nacht liebe Freunde und Familie…. Auch ihr werdet vermisst!

Marie

Anreise – Tag 3 – Ankunft auf Hasslebo

Ja – wir sind da !!!!

Ganze 3 Tage waren wir unterwegs, haben über 2.000 km Strecke gemacht und sogar 4 Fähren gebraucht (die kleine Seilfähre mitgerechnet) um hierher zu kommen – Hasslebo – auf der Schäreninsel Kumlinge, weit draußen und hoch droben in der Ostsee.

Also – unsere ersten Eindrücke – es ist warm 🙂 Tatsächlich ist der Vergleich mit der schwedischen Ostseeküste (Grisslehamn) und auch der Wetterlage während der Überfahrt evident – hier herrscht derartig mildes Klima dass wir es garnicht glauben konnten als wir von der Fähre runter erstmals aus dem Auto stiegen um unseren ersten Åland-Geocache zu holen. Es war wie wenn man aus dem Fliege steigt – absolut angenehm. Ansonsten sind die Straßen rot und die Autos wenige und wunderbar gemütlich langsam unterwegs. Unsere nachmittägliche Shoppingtour durch die Sparhallen war auch erfolgreich, sind gleich mal über 140 Euro losgeworden für die wöchentlichen Waren für uns und die zu erwartenden Gäste. Ist halt doch etwas teuerer hier als auf dem Festland – aber das war zu erwarten.

Die ersten Gäste sind auch schon da – ein finnisches Pärchen hat es sich auf dem Campingplatz gemütlich gemacht. Unsere Zoogemeinschaft liegt diesen Fleck Erde auch bereits heiß und innig, Angua hat sich ein schönes Fleckchen Wiese platt gewälzt und Karotte bewacht brav Auto und Hauseingänge – was will man mehr.

Wir warten aktuell noch darauf dass die Sonne endlich untergeht (es ist jetzt 10 vor 11 Uhr Ortszeit und man könnte meinen es ist später Nachmittag.  Den Tag haben wir bei einem guten Abendessen mit unseren Gastgebern ausklingen lassen (Grüne Kräutersuppe und Pfannkuchen aus Sauerteig – sehr zu empfehlen) und sind noch schnell mit den Hunden zum Meer spaziert – war aber ein kurzer Ausflug aufgrund der heftigen Mückenattacken – aber wir haben ja mitgedacht und Anti-Brumm dabei – ab morgen im Einsatz.

So – jetzt müssen wir erstmal unsere Erfahrungen mit einer ordentlichen Mütze Schlaf verarbeiten und die Geschehnisse der letzten Stunden und Tage Revue passieren lassen – dann erst können wir guten Gewissens sagen – wir sind angekommen 🙂

Liebe Grüße von euren Åländern Stefan und Marie!

Anreise – Tag 2 – Vi reser i Sverige

Liebe treue Blog-Gemeinde,

leider gab es gestern doch kein WLAN so dass wir nicht mehr berichten konnten von… tja – von Wasser dass sich senkrecht auf uns herabbewegte in Massen dass man meinte ein Ozean muss dafür ausgetrocknet sein. Von Moment des Verlassens unseres netten kleinen Motels an bis zur Ankunft in Grisslehamn (immerhin gute 650km Wegstrecke später) hat es durchgeregnet. Spekakulär war es trotzdem – Schweden zu sehen mit diesen wunderhübschen roten Holzhäuschen und unglaublich idyllischen Landschaftsbildern – hat uns super gefallen.

Rådhuset
Rådhuset

 

Nicht so toll hingegen war der wahrhaft kapitale Stau (schwedisch Kö sprich “Schö” obwohl der garned so “schö” war wie der Österreicher sagen würde) quer durch Stockholm, the CAPITAL of SCANDINAVIA wie es sich selbst stolz betitelt. Unbeschadet sind wir aber trotz aller wetterlicher Widrigkeiten gut angekommen und haben uns ein kaiserliches Abendmahl gegönnt – Pyttipanna mit griechischem Salat, einem Cider für Marie und ein stor öl für den Herrn – schon waren wir 30 Euro los – tja Schweden ist nicht billig 🙂

Pyttipanna
Pyttipanna

Morgen dann der große Tag – übersetzen auf die Inseln – hoffentlich ist dann dort das Wetter besser – oder zumindest nicht noch schlechter 😛

Anreise – Tag 1 – Välkommen i Sverige

Es hat begonnen – das große Abenteuer. Heute morgen – oder eigentlich fast noch Nacht denn es hat gerade gedämmert – stiegen wir in unser rotes Finnmobil und düsten los Richtung Norden. Schon um 12 Uhr waren wir an Berlin vorbei und genehmigten uns einen langen Spaziergang über ausgedehnte norddeutsche Wiesen bevor wir gegen 14 Uhr in Rostock am Hafen ankamen und uns mit SCANDLINES auf nach Dänemark machten. Mit den Hunden am Promenadendeck zu faulenzen war sehr nett – wir hatten uns ein kleines Schläfchen wohl verdient und es fanden sich genügend ältere Damen die eine riesen Freude daran hatten Angua zu streicheln – so kommt jeder auf seine Kosten 😀 Dänemark wurde rasch durchquert, hat uns beiden aber sehr gut gefallen. Die sanften Hügel, die Backsteinhäuschen, der ländliche aber doch gepflegte Stil der Siedlungen – wirklich sehr hübsch und heimelig. Aber weiter gings – Um 8 Uhr abends hatten wir die sehr imposante Öresund-Brücke hinter uns, außerdem einen Geocache in Dänemark gefunden und dann “nur noch” gute 140km bis zum heutigen Etappenende – das wir dann (vor ca. 1 Stunde) wohlbehalten und glücklich erreicht haben 😀 Morgen gehts dann weiter – wir werden berichten!

Jedermannsrecht… wir freuen uns drauf!

privatweg

Ein großes Hobby der Deutschen wie auch der Österreicher – VERBOTE ERTEILEN – keine Schwammerl im Wald pflücken, Baden verboten, Hunde immer an die Leine und … ein Highlight … Privatweg! Zugang nicht gestattet! Da fühlt man sich doch richtig willkommen 😀 Zum Glück gibt es in Finnland und damit auch auf den Åland-Inseln das sogenannte Jedermannsrecht, das jedem gestattet sich überall frei zu bewegen (solange er kein Fortbewegungsmittel mit Explosionsmotor mit sich führt) und nicht allein auf Feld und Flur Früchte, Obst und Beeren zu ernten sondern sogar überall zu campieren – soweit es für Anwohner nicht unzumutbar nah wäre – das versteht sich von selbst. All das regelt das sogenannte Jedermannsrecht, das in Finnland seit Jahr und Tag ohne nervige Zivilgerichtsstreitigkeiten für ein friedliches Miteinander und einen unbeschränkten Kontakt mit der Natur sorgt. Wir freuen uns drauf 😀