Hasslebo Gästhem

Hasslebo oder „Hotel Prokupek“

Wie schon vormals erwähnt – wir sammeln gerade Blog-Themen zu hauf und wissen garnicht wirklich wo eigentlich anzufangen wäre. Nachdem nun aber bereits mehrmals zu Natur, Inselleben und anderen Urlaubsimpressionen geschrieben wurde widme ich mich nun erstmalig der „zweiten Hälfte“ unserer hiesigen Tätigkeiten – dem Betrieb von Gästehaus und Campingplatz :)

Intro: Välkommen till Hasslebo

Stellt euch folgendes vor: Ihr steht auf dem Sonnendeck einer Fähre – nicht irgendeiner – sondern ein Eisbrecher-Klasse-1 der es auch bei dick gefrorener See noch schafft Personen von A nach B zu transportieren. Doch jetzt ist kein Eis in Sicht, das Meer ist tiefblau und konkurriert mit dem Himmel, der fast noch einen Tick blauer zu sein scheint. Auf dem Wasser kringeln sich kleine Wellen, vor allem dort wo es auf eine der ungezählten Schären und Inseln trifft, die mal mit purem Fels, mal mit Baum und Strauch besetzt aus dem Wasser ragen.

Schäreninsel
Schäreninsel

Nun kommt der Fährhafen in Sicht, während ein Tross Möwen, lautstark ihre Kreise um die Fähre drehend, ihr Interesse am seefahrenden Völkchen bekundet. Nach einem gekonnten Andockmanöver betretet ihr nun erstmals die Insel Kumlinge. Der erste Eindruck? Waldig, urig, sehr viel Natur. Nach 2 Kilometern auf Asphalt wird es sogar noch besser – das farbenfrohe Straßenschild mit Aufschrift „Hasslebo Gästhem“ zeigt nach links von der Hauptstraße weg und nun ist es wirklich LAND PUR. Eine rote Schotterstraße führt weitere 3km bis zum nächsten Abzweig, wo sich ein weiteres Schild  gesellig mit einigen bunten Briefkästen zusammengetan hat un ein farbenfrohes Rudel zu bilden.

Knallbunte Briefkästle
Knallbunte Briefkästle an rotem Schotterweg

Jetzt sind es nur noch gut 300 Meter und dann…

Das Gästehaus – Sov gott (Schlaf gut)

Kaum habt ihr euer Fahrrad oder Auto abgestellt (wie schön, es gibt sogar hölzerne Abstellplätze fürs Radl) kommt euch im Normalfall auch schon jemand entgegen. Ebenso häufig werdet ihr durch lautes Bellen begrüßt, manchmal steht sogar ein flauschiger Wüterich vor euch den man eher nicht anfassen möchte so wie er sich benimmt – aber das kommt zum Glück doch eher selten vor :)

Vom freundlichen Gästehausteam, derzeit aus drei hochprofessionellen Fachkräften aus dem Bereich Architektur, Tiermedizin und Journalismus bestehend, werdet ihr zunächst auf schwedisch willkommen geheißen „Hej – välkommen till Hasslebo“ und dann sogleich – auch auf schwedisch – gefragt obs denn auch auf englisch ginge „Talar du också engelska?“ und dann gehts meist in der Weltsprache #1 weiter. So wird man schnurstracks durch den Haupteingang ins Haus und auf die liebevoll vorbereiteten Zimmer geführt.

Schlaf gut
Schlaf gut

Gleichzeitig wird man mit dem ökologischen Konzept des Gästehauses vertraut gemacht (Solarkollektoren, Schilfbeet zur Grauwasserbehandlung, ökologische Zellulosedämmung, Wärmepumpe als Heizung) und natürlich in das Kernstück des Öko-Gästebetriebs eingewiesen – der KOMPOSTTOILETTE !!! (eigentlich wollte ich jetzt den Geigensound aus Psycho einfügen – war mir dann aber doch zuviel Aufwand)…

El Komposto diablo
El Komposto diablo

Aber nur keine Panik, bislang gabs keinen Gast der daraufhin naserümpfend das Weite gesucht hätte – die meisten kennen das Prinzip ohnehin schon von ihrem „Mökki“ in Finnland oder der „Stuga“ in Schweden – also der kleinen Ferienhütte im tiefen Wäldle, etc. Also gut, Bettwäsche wurde selbst mitgebracht (das geht bei uns und man spart sich ein paar Euro) und Frühstück wollen sie eigentlich alle – also auch ihr – oder etwa nicht?

Früüüüühstück
Früüüüühstück

Dann bleibt euch fast nichts mehr übrig als den Aufenthalt zu genießen, den Blick hinaus in die Natur (außer einem kleinen Bootshaus am Meer sieht man bei uns rundherum kein anderes Gebäude außerhalb des Grundstücks), auf die Pferde und Esel drüben auf der Koppel, ab und zu auf einen Fuchs der sich am Waldrand tummelt oder den wunderschönen Himmel, der mit immer wieder neuen Wolkenformationen stets eine Inspirationsquelle à la Rohrschachtest darstellt. Und natürlich – als wohl allerwichtigstes überhaupt – die Ruhe. Einfach nur Stille. Kein Lärm. Keine Autos (zumindest ab 10 Uhr abends – ansonsten halt der Nachbar ab und zu) und keine Straßenbahn. Und die Luftqualität ist natürlich auch der Wahnsinn, aber das habt ihr sicher schon auf der Fähre bemerkt.

Also – wie gehts weiter? Mit dem Fahrrad quer über die Insel? Raus aufs Meer mit unseren beiden Kajaks? Einen gut 2,5 stündigen Spaziergang von der alten Steinkirche bis runter an den Gästehafen wo man einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachten kann?

Sonnenuntergang am Meer
Sonnenuntergang am Meer

Es liegt an euch – manche Gäste bleiben nur 1 Nacht und fahren am nächsten Morgen gleich mit der nächsten Fähre weiter – manche bleiben aber eine ganze Woche lang und verloben sich sogar hier auf Kumlinge (Gruß an Manuel und Melanie).

Also – lasst die Seele baumeln und atmet ganz tief durch – hier kann man sich das noch guten Gewissens erlauben – so oft man will :)

 

 

Hier nach 100ml heißem Wasser :-)

Reinigungsmittel 2.0

Hallo Ihr treuen Leser :-)

Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mental damit, diverse Reinigungsmittel selber herzustellen. Die Gründe sind vielfältig, aber vor allem aktuell konkret:

1. Hier kann ich nicht in den Bioladen gehen und das Ökozeug kaufen.

2. Es muss wirklich zu 100% biologisch abbaubar sein, denn die eigene „Kläranlage“ alias „das Schilfbett“ muss das erledigen.

3. Ich mag einfach wissen was drin ist.

4. Selbstgemacht ist immer besser 😉 alias günstiger alias einfacher…

Ein toller Blog, den ich schon vor einiger Zeit gefunden habe und von dem ich viele tolle Anregungen habe:  langsamerleben
Viele tolle Ideen zum ökologischen Selber machen von allerlei Dingen. Definitive Leseempfehlung!

Dort habe ich mich also informiert (und noch auf 1001 anderer Internetseite) und gestern ein Waschmittel geraspelt, Spülmittel geschüttelt und Zitronenreiniger abgeseiht :-)

Die Zutaten sind banal und von schon immer bekannt:

Natron = Backsoda= NaHCO3 = Natriumhydrogencarbonat – Witzig: Marie denkt sich: Gehe ich doch zur Apotheke und besorge das, wie schwer kann das sein? „Natron? Nie gehört!“ Ein paar Telefonate später, kam dann aus der Zentrale (die es trotz Summenformel nicht fanden) eine Tüte (yeah!) aus Deutschland mit schwedischem Etikett 😉
Soda = Waschsoda = Na2CO3 = Natriumcarbonat – gibts tatsächlich im Supermarkt :-)
Kernseife – habe ich original Marseille 75% Olivenölseife gefunden – in der Tat das einzige, was Åland zu hohem Preis = 6.90€ für 300g. zu bieten hat. Wichtig dabei ist: Gute Kernseife gibt es in der Tat nicht im Supermarkt, sondern höchtens im Bioladen/Drogerie. Häufig stecken mehr Chemikalien drin als einem lieb sein kann, allen Voran das böse EDTA – welches ich höchstens als Gerinnungshemmer in Blutröhrchen haben will, aber sicher nicht in meinem Waschmittel.

Langsamerleben nennt in ihren Posts diverse andere Quellen der Rezepte. Unter anderem habe ich, um genau zu sein, das Spülmittel von Zum Ursprung Zurück nach folgendem Rezept hergestellt:

100 ml heißes Wasser
10 gr Kernseife 
1,5 Teelöffel Natron
500 ml Wasser
20 Tropfen ätherisches Öl (ich habe Zitrus genommen – riecht sehr gut! Kommt übrigens auch aus Deutschland ;-))

zuerst die Kernseife zerbröseln oder kleinhacken und im heißen Wasser gut auflösen.  Dauert so 30 Minuten mit immer wieder schütteln/rühren. Danach Natron, ätherisches Öl nach Belieben und Wasser dazugeben und alles gut verrühren.
In eine Flasche abfüllen: fertig.

 

Hier nach 100ml heißem Wasser :-)
Hier nach 100ml heißem Wasser :-)


Geruch: Super. Reinigungswirkung: Gut bis sehr gut! Sehr sehr fettige Sachen (wie Pestoreste) sind wirklich eine harte Nuss für das Spülmittel. Wobei man echt sagen muss, das es GAR NICHT mit konventionellen oder Ökospülmitteln zu vergleich ist: Kein Schaum. Keine „sichtbare“ Reinigung. Es duftet sauber und ist danach einfach sauber 😉

Das Waschmittel war noch schneller zubereitet:

150 g  Natron
150 g Soda
(100 g Spezialsalz für Spülmaschinen – das hab ich weggelassen, über den Sinn kann man sich Streiten, soll wohl die Farben erhalten)
100 g Kernseife – s.o.!
20 Tr. ätherisches Öl – ebenso Zitrus :-)

So einfach kann es sein...
So einfach kann es sein…

Kernseife auf einer Reibe kleinreiben, dann mit den anderen beiden Sachen mischen…. Öl darauf…Mischen… Fertig!
Ausprobiert hab ich es noch nicht, aber ich berichte :-)

Auf der Waage - wobei ich die Seife natürlich vorher abgewogen hab und dann geraspelt - sah aber so hübscher aus ;-)
Auf der Waage – wobei ich die Seife natürlich vorher abgewogen hab und dann geraspelt – sah aber so hübscher aus ;-)

Wobei man auch „nur“ 250-300 g Natron, also kein Soda, nehmen kann – letzlich „verwandelt“ sich das Natron unter Hitzeeinwirkung in Soda. Aber ich hab mich an das usrpüngliche Rezept gehalten, da Natron zu bekommen sehr schwierig war. Und nicht vergessen: Zum Trockenhalten ein Säckchen mit Reis hineinlegen… Dosierung 1 EL normale Wäsche, starke Verschmutzung 2 EL (als Beispiel wird hier „Windeln“ angegeben). Dazu entweder Zitronensäure pur in das Weichspülerfach oder auch selbstgemachten Weichspüler. Sollte die Dame aus der Apotheke mir jemals 70% Alkohol verkaufen wollen, werde ich das mal versuchen. Brennspiritus ertrage ich nicht. Das Zeugt stinkt zum Himmel…

Taaadaaa!
Taaadaaa!

Und last but definetly not least: Der Zitrusreiniger!

So banal, dass es schon wieder genial ist: Essigessenz 1:4 verdünnen, Zitronenschalen hineinlegen (Bio, bitte!), Ich nehme einfach welche, wenn ich sie habe…Auch wenn es nicht am gleich Tag ist… 2 Wochen warten. Fertig :-) Dann abseihen und 1:1 verdünnen. Das fertige Produkt sieht so aus:

Da schwimmen sie!
Da schwimmen sie!

Reinigungswirkung: Genial. Geruch: super. Vorher habe ich nur mit Essigwasser (=Essig:Wasser 1:1 oder Essigessenz: Wasser 1:9) geputzt und das war eklig. Der Geruch war einfach kaum zu ertragen und weit weg von „sauber“ „frisch“ „angenehm“. Das hat nun ein Ende :-) Nur beachten: Keine Amaturen damit putzen. Silikon und Gummi mögen kontinuierliche Essigeinwirkung nicht – sie werden davon porös. Wobei Kora seid Jahren damit geputzt hat und noch ist alles heile… Also vielleicht auch nur eine vom Hersteller verbreitete „Urban Legend“ ??  Dafür nehme ich 1:1 Alkohol/Brennspiritus/billiger Vodka: Wasser. Geht sehr gut :-)

Also: Frohes Rühren, Raspeln, Schütteln!!!

Marie

Sind sie nicht niedlich?!

Alle Vögel…

…sind schon da. Oder waren, eigentlich 😉

Wir hatten eine sehr nette Vogelfamilie zu Gast und durften tatsächlich alles miterleben: Vom ersten Ei bis zum Abflug der Familie.

Zu Beginn dachten wir uns noch: Ob das wohl eine gute Idee ist, das Nest genau dort aufzubauen, wo wir jeden Tag mehrmals vorbeigehen? Und hin und wieder hineingreifen? (Links hängt unser: „Wir sind nicht da“ Schild) Schließlich haben wir die Mutter sehr sehr oft von ihrem Nest verjagt, aber scheinbar hat das dem Bruterfolg keinen Abbruch getan!

Faszinierende Ortswahl...
Faszinierende Ortswahl…

Die ersten Bilder haben wir am 17.6. gemacht – also vor genau 4 Wochen. Bereits vorgestern sind die Vögel aus dem Nest geflogen… Beeindruckend, wie schnell das ging!

Soooo winzig!!!
Soooo winzig!!!

Hm. Da wollte ich jetzt so eine schöne Fotoreihe machen,  aber scheinbar sind da ein paar Fotos entweder verschwunden oder Stefan ist beim bloßen Gedanken geblieben, er wolle Fotos machen…

Lasst euch gesagt sein: Sie waren wirklich soooo süß! 😉

Und schon am 12.7. ….

Irgendwie voll hier geworden...
Irgendwie voll hier geworden…

Aktuell können wir sie immer wieder mal in den Bäumen sehen und freuen uns, dass die Familie so einen Erfolg hatte :-)

Ich persönlich bin ja auch sehr stolz, dass sie weder dem Hund noch der Katze zum Opfer gefallen sind. Wobei die Katze immernoch rein dekorativen Zwecken dient 😉

Bis bald ihr Lieben,

Marie

P.S.: Wir haben sehr viele „Müssen-mal-geschrieben-Einträge“ im Kopf. Es sollte also einiges zu Lesen geben in den nächsten Tagen 😉

 

GOLD FOR GERMANY

We are the CHAMPIONS !!!

Eieieieiei…. schon wieder Fußball!

Machen wir hier nichts anderes mehr als dem runden Leder hinterherzugucken? Ist das Leben auf der Insel so langweilig und monoton dass uns nur die Glotze vor der Tristesse erretten kann?

NÖÖÖÖÖ !!!

Aber wie oft wird man schon Fußball-Weltmeister :) :) :)

Junge, Junge. Ich hoffe einfach dass ihr alle einen ebenso spannenden und dann ja durch Golden Götze auch erfolgreichen Fußball-Abend genossen habt wie wir – immerhin haben wir ganze 5 Deutschländer Würstchen zusammengetrieben um echtes „Schland-Feeling“ zu erzeugen. Dazu noch unsere åländischen Nachbarn mit Oma und zwei Volontärinnen da war die Bude aber gerammelt voll.

Fotos gibts leider nicht allzuviele – aber hey, das einzige das zählt – das ist doch ganz eindeutig DAS HIER!

GOLD FOR GERMANY
GOLD FOR GERMANY
#BRAGER

Tooooooor!!!

Haha, auch wenn’s so manchem schon zum Halse raushängt – auch wir gucken Fußball.

So natürlich auch das Brasilien-Deutschland Spiel am Dienstag. Bei uns fing das Spiel ja erst um 23:00 an… Auch wenn wir am nächsten morgen recht früh rausmussten – das konnten wir uns nicht entgehen lassen…
Bereits die letzten Spiele konnten wir über Umwege LIVE in der ARD oder ZDF Mediathek schauen… Sogar mit dem riesigen Vorteil, dass es bei einem Verbindungsproblem an der STelle weitergeht, wo die Verbindung abgebrochen ist – also man nichts verpasst.
Scheinbar treten bei Toren besonders häufig Streaming-Probleme auf… Denn die ersten 30 Minuten des Spieles waren von Unterbrechungen geprägt 😉

Stand es gerade noch 2:0, fiel mal wieder die Verbindung aus (was wohlgemerkt am WLAN Empfang liegt und nicht am Internet, nicht, dass man uns nachsagen könne, wir würden uns außerhalb der Zivilisation aufhalten). Diesmal dauerte es ein paar Minuten bis endlich wieder ein Bild da war. Leider sprangen wir (weil die Verbindung vollständig abgebrochen war) zum Live-Bild. Dort stand es 3:0 und es fiel gerade ein Tor – Wir dachten also: NEIN! Wir haben tatsächlich ein Tor verpasst! Aber dann… Ging der Zähler auf 4:0 hoch. Irre!!! (Wir haben dann „zurückspulen“ [werden unsere Kinder eigentlich noch wissen, was das war??!] können und es uns „live“ anschauen 😉 )

Was ein Spiel. Ich hab ja so gar keine Ahnung von Fußball, aber das verstehe sogar ich 😉 Am besten war eigentlich der Kommentator: „Sowas hab ich noch nicht erlebt…“ Herrlich 😉

Stefan bekam beim letzten Gruppenspiel ein deutsches „Endspielbier“ geschenkt von deutschen Campern – Er hatte schon überlegt, wenn Deutschland bis zur Halbzeit im Rückstand ist (0:2 oder so), würde er es sich gleich genehmigen… Aber taadaa: Noch ist es brav im Kühlschrank und wartet auf Sonntag 😉

Aktuell schauen wir, ob wir irgendwie eine besseres visuelles Erlebnis hinbekommen können (statt Laptop z.B. Beamer…) Und wir sammeln schonmal ein paar deutsche um uns: Aktueller Counter 5 😉 Damit wir, falls wir tatsächlich gewinnen einen Corso über Kumlinge fahren können :-)

Viel Spaß beim Fußball schauen Ihr Lieben!!!

…..SCHLAAAAAAAAAND!!!!!!!

Marie

Midsommarstången

Midsommar!

Asche auf unser Haupt – wie konnten wir den Midsommareintrag so lange vernachlässigen…???

Natürlich ließen wir es uns nicht entgehen, dabei zu sein, wenn die Midsommarstången (bestimmte Einzahl) aufgestellt würde :-)

Eigentlich besteht Midsommar aus 2 Tagen – dem Tag davor, an dem gegessen und gefeiert wird, außerdem der Baum aufgestellt wird, und dem Tag danach, an dem alle genau gar nichts tun (außer den Rausch ausschlafen) und wirklich nichts offen hat… (Was dann der eigentliche 21. Juni ist)

Wir waren von unseren Nachbarn zum Essen eingeladen worden. Daher verbrachten wir den Vormittag mit Vorbereitungen (wie Vanilleeis selber machen… JAM!) und dann natürlich der Höhepunkt beim Aufstellen der Midsommarstången :-)

Stangerl noch nicht auf Höhe
Stangerl noch nicht auf Höhe

Beweisfotos zeigen: Auch Stefan durfte mal den Strick halten :-)

Stefan am Stangerl
Stefan am Stangerl

Und irgendwann war es dann doch soweit und die vereinten Kräfte von Åländern und Ausländern reichten aus um das kunstvoll geschmückte Wuchtwerk aufzurichten – BAM!

Er steht !!!!
Er steht !!!!

Schick ist er ja schon – mit großer Finesse bei der Anwendung von Birkenbestandteilen – vor allem die einzeln aufgefädelten Birkenblätter sind eine echte Sensation. Zu guter letzt wurde dann noch die Åland-Flagge gehisst und die Nationalhymne (nein, nicht Finnlands – Ålands natürlich) geträllert. So gehört sich das!

Sie weht bis zur Unendlichkeit
Sie weht bis zur Unendlichkeit

Danach waren wir dann zum Essen bei Kai und Mia… Sehr lustig, vor allem die åländischen Trinkgewohnheiten… (Am Tag vorher: „Also bei uns wird nicht so viel getrunken…“) Dann, vor dem Essen (!), ging eine Schale mit Schnäpsen rund – und man trank vor, während und nach dem Essen – und dazwischen :-) Natürlich alles gemäßigt, aber denn doch sehr witzig mit Gesangseinlagen von Kais Eltern und den beiden selber…

Alles in Allem – SEHR Schwedisch :-) In Finnland selbst feiert man den Midsommar nämlich überhaupt nicht. Tja – Åland ist halt anders… und doch nicht wie Wien 😛

Trevlig Midsommar wünschen Marie und Stefan!

Lappo

Das Wandern…

…ist der Prokes Lust… (?)

Nachdem wir seid Tagen vom Regen und Wind zur Faulheit animiert wurden, haben wir uns gestern trotz scheußlichen Wetters (8°C, Regen, Wind) aufgemacht eine andere Insel zu besuchen.
Lappo ist es geworden – weiter im Osten.
Auf der Insel gibt es nur 35 Einwohner (dagegen ist ja Kumlinge eine Großstadt!), aber ein Seefahrtsmuseum und einen tollen Wanderweg. Außerdem Discgolf (was es nicht alles gibt…! Müssen wir mal ausprobieren!)

DiscGolf on Lappo
DiscGolf on Lappo

Der Hauptgrund unserer Reise war Cajsa. Sie ist ein Holzboot, nach Original Bauplänen aus 18. Jahrhundert erbaut. Und zu Midsommer wurde sie 30 Jahre alt. Schön, dass es noch Sachen gibt, die älter sind als ich 😉

Unser Nachbar ist wohl sowas wie der Ziehvater von Cajsa, wobei er sie als seine erste Ehe bezeichnete ;-), daher die Einladung zur Geburtstagsparty – gleich nach der Ankunft mit der Fähre durften wir sie auch zu Gesicht bekommen – niedlich vor allem das kleine Beiboot in gleicher Optik :)

Cajsa - die Königin der Ostsee
Cajsa – die Königin der Ostsee

Da wir also dachten, dass es eher ein gemütliches Rumstehen wird, denn eines aktiven Tages, waren wir nicht für eine Wanderung ausgerüstet – normale Schuhe, Sandalen, normale Hose…Nichts zum wechseln dabei… Das sollte uns zum Verhängnis werden.
Am Anfang war Kora noch dabei, nachdem sie das WE auf Kumlinge verbracht hat. Nachdem man ja auf die Fähre angewiesen ist, hatten wir zwischen Ankunft und Museumsbesuch noch 2 h Zeit… Spontan sind wir also auf die Idee gekommen, den beworbenen Wanderweg zu beschreiten… Wird wohl so sein wie schon die 1001 Wanderwege vorher, die wir gegangen sind – wir erinnern uns an so manche „Barfuss“ alias Living History Wanderung auf geschotterten Wegen… *blinzel*
Aber weit gefehlt – eigentlich eher ein Pfad, als ein Weg. Markiert durch blaue Schleifen in den Bäumen (auf die Steine darf man nichts malen…) fanden wir unseren Weg durch die Wildnis auf Lappo.

Der (blaue) Pfad des Gerechten
Der (blaue) Pfad des Gerechten

SO könnte wirklich jeder Weg sein. Herrlich. Eigentlich fehlen mir die Worte um das Naturerlebnis zu beschreiben, dass uns nur dieser eine Weg mit 4km und ca 1.45 h beschert hat. Spannend war beispielsweise das dem Wienerwald doch recht ähnliche Bild beim Blick in den Wald – nein, leider kein Bärlauch, sonst hätten wir schon längst unseren Speiseplan aktualisiert – überall Maiglöckchen :)

Kein Bärlauch
Leider kein Bärlauch

Außerdem regnete es immer wieder – und so waren natürlich unsere Füßen, Hosen usw auch bald völlig durchweicht. Ich hab mich auch nur 2x auf den Hosenboden gesetzt und nur wenig blutenden Wunden und blaue Flecke davongetragen *MitleidsheischenderEintrag aus*  😉
Für die Flauschis hatten wir selbstverständlich ein Handtuch dabei – was auch bitter nötig war – und welches sie auch dankbar aus Unterlage auf der Fähre nutzten 😉

Selige Flauschis auf der Fähre
Selige Flauschis auf der Fähre

Vor der Fähre hatten wir allerdings (wie schon eingangs erwähnt) Gelegenheit das Seefahrtmuseum von Lappo zu Besuchen – inklusive gratis Kaffee und „bulle“ also Teilchen, wobei grammatikalisch korrekterweise „bullar“ gesagt werden müsste für die Mehrzahl – Stefan hat nämlich zwei davon gemampft 😉 Neben gemütlichem „småprat“ auf schwedisch zwischen åländischen Urgesteinen haben wir unter anderem unseren ersten Elch gesehen – leider nicht ganz so lebendig wie wir es uns gewünscht hätten… aber hey – irgendwie muss man ja anfangen…

Älg i museet
Älg i museet

Ansonsten lassen wir nun einfach mal die Bilder hier wirken und freuen uns auf eure Kommentare :-)

Marie & Co-Autor Stefan

Die Ferne

Wir gucken WM – auch auf der Insel

Hej Hej!

Mal wieder was vom Stefan – wenngleich auch nur kurz. Irgendwie ist bei uns inzwischen eine Tagesroutine eingetreten die erfüllt ist von einem ausgedehnten Mittagsschläfchen, Kochen, Hundespaziergang und Putzen (mal dies, mal das). Dann ists plötzlich schon wieder 10 Uhr am abend und man wundert sich wo die Zeit hinverschwunden ist. Irgendwie ertappt man sich aber immer wieder dabei, wie man seine Runden durch den Garten macht, sich in schwedischen Kinderbüchern vertieft (Pettson und Findus meets Astrid Lindgren-Klassiker) und vor allem – immer wieder – einfach nur der Blick in die Ferne, auf Bäume und Wiesen, auf den Wind in Ästen und Gräsern – und eben nicht auf Nachbarn, Häuser, Züge, Werbung. Das tut gut.

Aber sonst ist die Zivilisation ja nicht vor der Tür geblieben hier bei uns auf der Insel. Daher wurde gestern auch brav Fußball geguckt – und gelohnt hat sich das allemal. Mit ganzen 4 Toren wurden wir belohnt, auch wenn bei Tor 4 kurzzeitig der Livestream den Geist aufgegeben hat – aber mit sowas muss man fertig werden. Der Fußballgenuss wurde vervollständigt durch Chips (made in Finland, wo es Chips übrigens erst seit 1970 gibt) und – man glaubt es kaum – einem holländischen Bier welches Bavaria heißt – das musste ich einfach haben – war eh spottbillig, gerade mal 2,48 € für eine Halbe – quasi ein Schnäppchen im Vergleich zum letzten Hopfensaft.

WM Feeling
WM Feeling

Ja da kommt Freude auf – mehr dann wieder morgen, wenn wir zurück sind von der großen Shopping-Tour in den Emmaus-Läden der Hauptinsel – hoffen wir auf gutes Fährenwetter, diesmal wird die Kamera eingepackt!

God natt wünscht ein immer noch brav schwedisch lernender Stefan :)

Sonntagsfrühstück - Selbergemacht :-)

Sonntags auf der Insel – Selbstgemacht!

Ein Hallo an unsere eifrigen Mitleser,

nachdem wir ja nicht zuletzt auf der Insel sind um das Selbstversorgerleben auszuprobieren, haben wir die letzten Tage so einiges ausprobiert und für gut befunden :-)

An oberster Stelle stand das Brot backen. Nachdem es noch Sauerteig im Kühlschrank von Kora gab (wobei ich bei Internetrecherchen erfahren habe, dass man neuen Sauerteig aus Mehl, Wasser, Luft und Liebe macht… Dachte immer das man da besondere Kulturen braucht, wie bei Joghurt oder so…), musste ich den gestern nur füttern und schon konnte es losgehen :-)

Nach einigen Telefonaten mit der Mama zum Thema Brot backen (DANKE!!!) konnte es dann auch gestern Abend losgehen mit dem „Großen Kneten“ :-)

Kneten ist Männersache!
Kneten ist Männersache!

Über Nacht durfte das klebrige Baby dann ruhen, damit die kleinen Bakterienleins brav Sauerteig aus dem Mehl machen konnten. Ich hab ehrlich heute Nacht total schlecht geschlafen und bin sehr oft aufgewacht, weil ich mir Sorgen um den Sauerteig gemacht habe… Ich hab sogar davon geträumt, dass er ganz schlecht geworden ist :-(
Zum Glück war er aber heute morgen guter Dinge:

Nach dem gehen am Morgen...
Nach dem Gehen am Morgen…

Weiter ging es dann wieder mit Füttern (neues Mehl dazu), kneten, umfüllen in die Kastenformen und weiter warten damit sich das gewünschte Volumen einstellt – wie gut das bei entsprechender Raumwärme (gut 28 Grad) funktioniert sieht man im Vergleichsfoto links vorher rechts nachher :-)

Vorher - Nachher :-)
Vorher – Nachher :-)

Wir hätten sie wohl noch weiter aufgehen lassen können, aber wir waren ungeduldig 😛

Dann natürlich der heilige Moment, als wir um die Kastenform standen und unsicher waren, ob sie nun fertig sind (sie waren nämlich nach 60 statt 90 Minuten braun, kross und hohl klingend)… Der erste Schnitt… Und aaaaah! Das duftete gut!

Taaadaaa!
Taaadaaa!

Unglaublich aber wahr… Brot backen ist tatsächlich recht einfach. Das oben ist ein Roggensauerteigbrot (ohne Hefe, worauf ich sehr stolz bin) mit Haferflocken drauf :-) Sozusagen die Basisversion. Das nächste Mal experimentieren wir dann mit Körnern im Brot und einem Weizenbrot mit Rosinen, dass Kora uns schon kredenzt hat.

Aber weil das Brot nicht zum Frühstück fertig wurde, gab’s natürlich noch frische Brötchen :-)
Die wurden auch nach Mamas Rezept sorgsam erknetet

Hefeteig bereit zum Aufgehen!
Hefeteig bereit zum Aufgehen!

über Nacht im Kühlschrank ruhen gelassen, zu Brötchen (oder Semmeln, damit die Österreicher wissen worum es geht 😛 ) geformt und für 20 Minuten in den Ofen geschoben…

8 Stück sind es geworden...
8 Stück sind es geworden…

Und danach: OOOOOOhhh!!! Die waren sooo gut!!! Dazu gibt’s den selbstgeimkerten Honig vom Nachbarn, außerdem selbstgemachten Capuccino und Rharbareraufstrich… Was will man mehr?! So könnte ja jeder Sonntag aussehen! Übrigens frühstücken wir so um 11 Uhr… Frühaufsteher waren wir ja noch nie 😉

hamhamham!!!
hamhamham!!!

Tja…So ging es eigentlich den ganzen Tag weiter… Nach den obligatorischen Hausptutzarbeiten (ich habe übrigens grasgrüne Putzhandschuhe, die nach Apfel duften erstanden… Faszinierend, was der Markt so hergibt… ) und sonstigen unliebsamen Tätigkeiten (Wäsche waschen… Abwasch)… Ging es weiter mit dem Rharbaber:

Nachdem es hier sehr sehr viel gibt, gab es bereits zum 2. Mal: Rhababer-Crumble – Hier zum Nachbacken :-)

Rhabarbercrumble

Einfach genial – wer braucht schon Boden an einem Kuchen… Das beste sind ja eh die Streusel!
Dazu gab es Vanilleeis… Aber nicht irgendein Vanilleeis, nein… SELBSTGEMACHTES Vanilleeis! Nachdem es hier eine Eismaschine gibt, hab  ich mich gestern an den Herd gestellt und im Wasserbad gerührt und gerührt… Und wurde dann gestern mit dem besten Vanilleeis ever belohnt!

Eine Traumkombination...
Eine Traumkombination…

Und falls ihr noch nicht ausreichend neidisch auf das Inselleben seid… Unser Wetter heute:

 

BLAU!!!
BLAU!!!

Nach getaner Arbeit, stand eine Runde wohlverdiente Entspannung an…

Man beachte die Hängekatze :-)
Man beachte die Hängekatze :-)

Sybil ist übrigens sehr mutig geworden und hat heute so einige Zeit erkundend draußen verbracht. Am Abend wagte sie sich dann bis zur Hängematte vor – scheinbar war der Drang gekuschelt zu werden größer als die Aufregung 😉

So könnte es ruhig jeden Tag sein :-)

Naaaa? Möchte uns noch jemand besuchen???!

Gute Nacht meine Lieben,

eine sehr entspannte Marie – und ein die ganzen Rechtschreibfehler meiner geliebten Gattin ausbessernder Stefan *hihi, nicht hauen…*

ohne Worte

Über Haustiere – oder Wer bist du?

Liebe Fangemeinde ;-),

die Tage 7-9 waren geprägt von Regen, Wind und Hausarbeit.

Mitwoch waren wir in Mariehamn und haben dort Das Schlaraffenland (für uns) entdeckt: Emmaus! Das sind Second Hand Stores, deren Inhalt gespendet wird. Die Einnahmen fließen dann in Sozialprojekte. Außerdem sind die Läden selber Sozialprojekte z.B. für Langzeitarbeitslose.
Jedenfalls gibt es ein Möbelsecondhand und ein Krimskrams-Allerlei… Wir haben beides sehr gründlich ansehen können :-) Stefan hat sich spontan in einen Tisch verliebt (und ihn nicht gekauft ^^)… Dafür haben wir ein wunderschönes Schlüsselkästchen gefunden, Holzschüsseln, unser erstes Enid Blyton Buch auf Schwedisch und eine Teetasse 😉 Stefan ist ja ein großer Flohmarktfan… Er kann ja bei Gelegenheit noch mehr berichten (und wir machen das nächste Mal Fotos).
Wir haben Kora und Thorsten am Hafen besucht, wo ihr alter Gaffelkutter (1896!) gerade generalsaniert wird.

Der Gaffelkutter
Der Gaffelkutter

Außerdem haben wir noch Koras Seekajak mitgebracht. Wir warten auf schönes Wetter und dann kann es losgehen mit dem Paddeln rund um die Insel :-) (Stefan dann im Schlauchboot, welches extra aus Wien importiert wurde – das war der Deal-Gegenstand zum Katzen-Mitnehmen trotz eingeschränkter Transportkapazitäten). Mit dem Kajak auf dem Dach wars jedenfalls fast wie bei der Anreise – die Autos hinter uns hatten jedenfalls immer gehörigen Mindestabstand 😉

Kajak on Tour
Kajak on Tour

Mittwoch morgen war wunderwunderwunderschönes Wetter. Strahlendblauer Himmel, Sonne, kaum Wind. Natürlich waren wir etwas verwöhnt davon, dass es ja schon die Woche vorher so war und haben keine Fotos gemacht. Naja. Man lernt aus seinen Fehlern. Aktuell ist es nicht gerade pittoresk draußen. Wir hoffen jedenfalls, dass es nochmal während der Fährfahrt so schön ist. Wir haben sie sehr genossen!
Seither ist es windig, wechselnd regnerisch und trocken, bewölkt, 12-14°C. Aber wie meinte Stefan so schön, beim gut eingepackten Hundespaziergang: „So ist mir das Wetter ja lieber als 35°C…“ Amen.

Nun also zum eigentlich Thema:
Sybil hat zum ersten Mal die Katzenklappe durchsprungen. Wir haben sie zur Eingewöhnung hochgeklappt. Sah sehr witzig aus: Katze sitzt davor, zielt, springt durch die Tür 😉 Draußen ist sie noch sehr schüchtern, war aber gestern das erste Mal im Gras (bisher blieb sie immer auf den Wegen) – natürlich im Zeitlupentempo.  Insgesamt genießt sie vor allem die Aussicht vom Treppenabsatz und knabbert etwas Gras – heute war sie nur ganz kurz draußen. Das mit dem Regen fand sie doch etwas unangenehm. Gestern Abend war sie länger unterwegs (15 Minuten) – da war es aber auch trocken.

Die Schnuffis durften gestern Modell sitzen :-) Eigentlich ohne Worte. Wohl gemerkt entstanden die Fotos rund um 0:30 – 1:00 da war die Dämmerung schon wieder am zunehmen.

...ob sie wohl gleich zum Werwolf wird???
…ob sie wohl gleich zum Werwolf wird???

Ich habe auch erst heute erfahren, dass die Milchstraße auf Schwedisch „Vintergatan“ = Winterstraße heißt. Mir ist nach der lettzen Woche auch klar wieso. Hatte ich mich doch zu Beginn aufs Sterne gucken gefreut, fiel mir das ja schnell ein, dass es gar nicht dunkel genug wird für Sterne. Mit Vollmond gestern Abend ging gar nix… Allerdings haben sie hier vor Ort wohl lang genug die Möglichkeit Sterne zu gucken im Winter…

Außerdem: Projekt „Wer bin ich?“
Der aktuelle Schlangencounter steht bei ca 10 St.  (an 3 verschiedenen Stellen kurz hintereinander gesehen, also sind es wirklich verschiedene Tiere). Sie sind sehr scheu und verschwinden blitzschnell bei der ersten Bewegung die sie sehen. Wobei einzelne Tiere weniger scheu sind. Auf Åland kommen Ringelnattern, Schlingnatter und die Kreuzotter vor. Letztere ist giftig. Nun wüsste ich ja schon gerne, ob ich mir Sorgen um unsere felligen Mitbewohner machen muss oder nicht… (Erwachsenen können sie nicht gefährlich werden). Also habe ich die letzten Tage versucht verschiedenste Fotos zu machen. Hier mal die Auswahl von heute.

Die Großfamilie...
Die Großfamilie…

Wohl gemerkt sind zu dem Zeitpunkt bereits 2 Stück verschwunden gewesen, obwohl ich sehr schnell auf den Auslöser gedrückt habe ^^

Großaufnahme - Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider...äh...Schuppen!
Großaufnahme – Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider…äh…Schuppen!

Wer mag mir sagen ob das nun eine Ringelnatter OHNE typische „Ringel“ ist? Ich suche schon seid 2 Tagen und habe bis jetzt nur einen einzelnen Hinweis gefunden, dass auch solche Farbvarianten vorkommen. Eigentlich passt alles dazu und einen von den Schlangen ist eindeutig eine Ringelnatter.  Wäre ja logisch, dass da noch ein paar Verwandte wohnen 😉 Also, eine schwarze Kreuzotter ist es definitiv nicht – die haben kleine Schuppen auf dem Kopf.
Ich denke also, dass es tatsächlich eine Ringelnattergroßfamilie ist. Das Gewächshaus haben wir ihnen eh überlassen, nur unsere Salate ziehen wir dort vor. Außerdem stehen 2 Paprikapflanzen dort (die haben wir bereits am Tag nach unserer Ankunft eingeplanzt, da hatte ich nur eine einzelne Schlange gesehen. Hätte ich gewusst dass das soviele wohnen, hätte ich ihnen das Feld ganz überlassen 😉

Der Vollständigkeithalber sei erwähnt: Die Lillstuga wird außerdem von einer Großfamilie Mäusen bewohnt (die wohl auch der Grund für die zahlreichen Schlangen sein dürften 😉 ) – naja eigentlich das Fundament und die Wände. Die Katze sitzt regelmäßig vor der Wand und starrt zu den Scharrgeräuschen….

Und überhaupt ärgere ich mich, dass wir kein Teleobjektiv dabei haben – es gibt wirklich die verschiedensten Vögel. Überhaupt hab ich noch nie soviele verschiedene Vögel an einem Ort gesehen (und natürlich auch viele, die ich noch nie vorher gesehen habe)… Ich versuche auch davon Fotos zu machen :-)

Bis bald ihr fleißigen Leser und Kommentatoren!

Marie